13.06.2014

Es gibt noch viel zu tun!

Gesellschaftliche Balance und Chancengleichheit sind weiterhin die Herausforderungen von Heute und Morgen.

Text: Monika Gabriel

In den vergangenen 103 Jahren ist im Bereich der Frauenpolitik sehr viel passiert, aber es gibt noch einiges zu tun, bis Frauen und Männer in allen Lebensbereichen eine gelebte Gleichberechtigung erleben können. Hier wird noch sehr viel an Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen, damit weitere Verbesserungen umgesetzt werden können.

Teilzeit gewünscht oder erzwungen?

Eine Studie der Arbeiterkammer vom Februar 2014 zeigte auf, dass Frauen mittlerweile besser ausgebildet sind als Männer, aber trotzdem viel häufiger unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und zuweilen ein geringeres Einkommen haben. Die erst kürzlich veröffentlichten Daten der Statistik Austria brachten zum Vorschein, dass die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen auf einen starken Anstieg der Teilzeitjobs zurückzuführen ist. Die Teilzeitquote stieg von 35,3 Prozent 2002 auf aktuell 44,9 Prozent. Dieser hohe Prozentsatz der Frauen in Teilzeit lässt die Befürchtung aufkeimen, dass erwerbstätige Frauen möglicherweise nicht ganz freiwillig in Teilzeit beschäftigt sind, sondern in diese „gedrängt“ werden. Teilzeit bedeutet immer geringeres Erwerbseinkommen, das heißt verminderte Pension! Dennoch soll jede Frau selbst über das Ausmaß ihrer Beschäftigung entscheiden können, denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf kein Schlagwort bleiben und nicht zu Lasten der Frau gehen. echte Partnerschaft braucht echte gleichberechtigung Die chancengleiche Teilhabe von Frauen und Männern im Familien-, Privat- und Erwerbsleben sollte auch von Männern stärker angestrebt werden, um hier ein Neu- bzw. Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen. Erst dann wird es zu einem wirklich gemeinsamen und partnerschaftlichen Miteinander von Mann und Frau im Erwerbsleben, aber auch im Bereich der Familien und Partnerschaften kommen.

 

Erschienen im GÖD-Magazin 03/14

Schlagworte

Frauen

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