14.09.2016

So schnell vergeht die Zeit …

„Das Schwierigste ist die Entscheidung zu handeln, der Rest nur Hartnäckigkeit.“ Amelia Earhart (1897–1937)

Die 16. Funktionsperiode der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst neigt sich dem Ende zu. Am 17. GÖD-Bundeskongress (10. 10.– 13. 10. 2016) werden die „Karten neu gemischt“, Funktionärinnen und Funktionäre des Präsidiums und Vorstandes, sowie der Bereiche werden neu oder wiedergewählt. Für mich war es die  erste Funktionsperiode als Vorsitzenden-Stellvertreterin und Bereichsleiterin Frauen in der GÖD. In den letzten fünf Jahren wurde sehr viel „erledigt“ bzw. auf den richtigen Weg gebracht. Manchmal dauert die Zielerreichung allerdings doch länger als geplant. Laufend werden die zahlreichen Anfragen unserer Mitglieder zu den Themen Mutterschutz, Väterkarenz, Papamonat, Elternkarenz, Kinderbetreuungsgeld, Pflegeurlaub, Pensionsantrittsalter, u. v. a. m.  serviceorientiert telefonisch bzw. schriftlich beantwortet. Insgesamt waren dies etwa 700 Anfragen pro Jahr. Darüber hinaus wurden etwa 350 telefonische oder persönliche Konflikt- und Mobbingberatungen durchgeführt. 20 Seminare für 351 PV- oder bzw. und GÖD-Funktionärinnen und weitere zehn Seminare für
PersonalvertreterInnen (174 Personen) wurden von mir organisiert und abgehalten. Aber auch spezielle Männerseminare wurden ins Leben gerufen, damit auch unsere Funktionäre mehr Einblick in gesellschaftspolitische Themen mit frauenpolitischem Blickwinkel erhalten.

Viele frauenpolitische Schwerpunktthemen werden uns auch in der kommenden Funktionsperiode begleiten. Manches konnte erfolgreich „abgehakt“ werden, wie z. B. der „Papamonat“ für alle mit versicherungs- und pensionsrechtlicher Absicherung, oder auch die Verbesserung beim Kinderbetreuungsgeld (ab März 2017 Kinderbetreuungsgeldkonto für alle), ebenso die Verbesserungen bei der Auszahlung der Familienbeihilfe samt Erhöhung derselben, oder aber auch
die Lohnsteuerreform, die jede und jeder am Konto seit Jänner 2016 positiv erleben durfte.

Der Leitantrag Frauen und Familie für den kommenden GÖD-Bundeskongress beinhaltet wichtige gewerkschaftspolitische Themen, die gewissermaßen gesellschaftspolitische Themen sind und uns ALLE betreffen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheitsmanagement, Forderung nach Wiederaufnahme von Personal samt Personalpool, Pensionen – Ruhestandsversetzungen, „gläserne Decke“ seien hier nur als „Headlines“ genannt.

Kurz zusammengefasst lautet unser Statement: Der Öffentliche Dienst ist ein wichtiger und beispielgebender Arbeitgeber. Dennoch gilt es, engagierte  Forderungen zu erheben, von denen wir überzeugt sind, dass sie erwerbstätigen Frauen helfen, ihren Beruf, eine mögliche Karriere und die Familienaufgaben
in Balance zu bringen, aber auch die Partnerschaftlichkeit sowie Gleichberechtigung zu verwirklichen und die Arbeitszufriedenheit weiter zu verbessern. Daher fordern wir eine allgemeine Stärkung des Öffentlichen Dienstes als attraktiver und wertschätzender Arbeitgeber für Frauen und Männer, vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Wir erachten es als absolutes „No-Go“, dass Kolleginnen empörende Angriffe über sich ergehen lassen müssen,
nur weil sie z. B. Pädagoginnen sind oder als Exekutivbeamtinnen, Justizwachebeamtinnen oder in der Verwaltung dafür Sorge tragen, dass Gesetze in unserem Land eingehalten werden! Achtungsvoller Umgang miteinander und selbstverständlich auch zwischen Bundesbediensteten und BürgerInnen muss außer Zweifel stehen!

Monika Gabriel
GÖD-Vorsitzenden-Stellvertreterin und
Bereichsleiterin der GÖD-Frauen
Feedback per E-Mail an: monika.gabriel@goed.at

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