17.11.2017

Geschlechtsspezifischer Lohnunterschied im Öffentlichen Dienst

Verdienen Frauen im Öffentlichen Dienst weniger als Männer?

Anlässlich des Equal Pay Days des Öffentlichen Dienstes erklärt Monika Gabriel, Vorsitzende Stv. und Bereichsleiterin für Frauen in der GÖD den geschlechtsspezifischen Lohnunterschied:

Gleichbehandlung ….es ist noch immer einiges dafür zu tun.

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst hat bereits vor Jahrzehnten danach getrachtet, dass das Dienst- und Besoldungsrecht für Frauen und Männer gleich ist. Diese Form der gelebten Gleichbehandlung führt nun dazu, dass der Gender Pay Gap für den Öffentlichen Dienst nur mehr 11,9%beträgt. Wogegen in der Privatwirtschaft der Einkommensunterschied immer noch bei 21,7% liegt!

Wirklich genau erklären kann man den GAP im Öffentlichen Dienst zur schwer. Ein Parameter dürfte die Tatsache sein, dass wir 17,7% Teilzeitbeschäftigte (hauptsächlich Frauen) und viele heterogene Berufsgruppen haben. Der zweite Parameter dürfte sein, dass Frauen zwar auch Überstunden leisten, dafür aber lieber Freizeitausgleich konsumieren, als sich diese auszahlen zu lassen. Der dritte Parameter betrifft wahrscheinlich das unterschiedliche Eintrittsalter in den Bundesdienst. Und der vierte Parameter ist die Tatsache, dass wir betreffend Frauen in Führungsfunktionen noch Luft nach oben haben. Übrigens sind nur 16% der Gesamtbeschäftigen in Österreich im Öffentlich Dienst erwerbstätig. Somit liegt die Beschäftigtenzahl des Öffentlichen Dienstes in Österreich um 2,1 % unter dem OECD Durchschnitt. Und trotzdem ist der Öffentliche Dienst mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die stets qualitätsvolle und serviceorientierte Arbeit leisten, der Garant dafür, dass der Staat gut funktioniert!

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Die GÖD setzt sich seit 52 Jahren erfolgreich für gesellschaftspolitische und rechtliche Anliegen von erwerbstätigen Frauen im Öffentlichen Dienst ein.

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