Internationaler Frauentag 2026: Rights. Justice. Action. For All Women And Girls.
Von Mag.a Ursula Hafner, GÖD Vorsitzender Stellvertreterin, Bereichsleiterin GÖD Frauen
Seit mehr als hundert Jahren machen Frauen am 8. März weltweit auf Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt aufmerksam und fordern gleiche Rechte und gleiche Chancen.
„Rights. Justice. Action. For All Women And Girls.“ – unter diesem Motto steht der Internationale Frauentag am 8. März 2026. Der Leitsatz macht klar: Es geht nicht nur um schöne Worte, sondern um einklagbare Rechte, wirksame Gerechtigkeit und konkrete Schritte, die das Leben von Frauen und Mädchen weltweit verbessern.
Auch die Europäische Union versteht sich als wichtige Akteurin bei der Stärkung von Frauenrechten. In den vergangenen Jahren wurden auf EU-Ebene etwa verbindliche Vorgaben zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt sowie Maßnahmen zur Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles und zur Stärkung der Vertretung von Frauen in Führungspositionen beschlossen. Dennoch verdeutlichen die wiederkehrenden Debatten rund um den 8. März, dass Gleichstellung noch immer nicht erreicht ist.
Frauen sind häufiger in Teilzeit, tragen den Großteil unbezahlter Care-Arbeit und sind stärker von Armut und Altersarmut betroffen. Eine ausgewogenere Aufteilung von Betreuungspflichten ist notwendig, damit auch Frauen ihr Potential voll ausschöpfen können.
Bei der Vereinbarung von Familie und Beruf hat der Öffentliche Dienst eine Vorreiterrolle, trotzdem gibt es noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten.
Sehr erfreulich ist auch, dass im Öffentlichen Dienst bei gleicher Qualität und Quantität der Arbeit (Arbeitsplatzbeschreibungen sind für jeden einzelnen Arbeitsplatz vorhanden) alle Kolleginnen und Kollegen das gleiche Gehalt erhalten. Der GENDER PAY GAP liegt nur mehr bei 7,2%.
Der Frauenanteil bei Führungspositionen steigt im Öffentlichen Dienst ständig und beträgt derzeit 39,5%. Wir GÖD-Frauen setzen uns weiter intensiv dafür ein, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen.
Aus Anlass des Internationalen Frauentages verschenken wir im Wiener Bereich der Zentralleitungen als Symbol eine Rose an jede Kollegin. Wir erinnern damit an unsere Vorkämpferinnen:
„Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann,
weil ohne Mutter kein Mensch auf die Erde kommen kann.
Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch,
wollen wir mehr. Gebt uns das Brot, doch gebt die Rosen auch.“
(Aus dem Lied „Brot & Rosen“, 1912)
Wir setzen uns 365 Tage im Jahr für eine Arbeitswelt ein, in der Gleichstellung gelebte Realität ist.
„Es gibt keine Grenzen für das, was wir als Frauen erreichen können.“
(Michelle Obama, Autorin und Rechtsanwältin)