09.09.2016

GÖD-BMB

Mobbingpräventionsprojekt für alle Bundesbedienstete (BundeslehrerInnen und Bundesverwaltung) im Bildungsministerium

Die Gewerkschaft Öffentliche Dienst ist stets bemüht für Kolleginnen und Kollegen verbesserte Arbeitsbedingungen anzustreben. Diesmal ist es uns gelungen, die Ministerin des Bildungsministeriums, Frau Dr.in  Sonja Hammerschmid davon zu überzeugen, dass der Achtungsvolle Umgang (§43 a) noch besser im beruflichen Alltag integrierbar sein könnte und daher kam es zu einem Mobbingpräventionsprojekts aufgrund der Anregung der GÖD. Am 7.9.2016 fand die Erstpräsentation dieses Projekts auf Einladung des Vors. der GÖD, Fritz Neugebauer und Frau Bundesministerin statt. Eingeladen wurden alle Bundesvertretungsvorsitzenden der LehrerInnen und der Unterrichtsverwaltung sowie die Initiatorin des Gesamtprojekts, GÖD Vors.Stv. Monika Gabriel. 

Inhaltlich wurde das Projekt von Frau MR Mag. Eveline Horvatits, BMB, vorgestellt:

In Zeiten sich rasch verändernder Arbeitsbedingungen verbunden mit immer neuen Herausforderungen muss Mobbing am Arbeitsplatz entschieden entgegengetreten werden. Wichtig dabei ist, alle Bediensteten im Ressort (Zentralstelle einschließlich nachgeordneter Bereich) – ob selbst betroffen oder nicht – über die negativen Konsequenzen von „Mobbing“ aufzuklären und für dieses heikle Thema zu sensibilisieren.

Mit dem Projektauftrag werden im Bundesministerium für Bildung in enger Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst eine Mobbingpräventionsstrategie festgelegt und Schritte für eine aktive Prävention eingeleitet.

Zur Mobbingprävention gehört vor allem, den Grad der Informiertheit zum Thema möglichst hoch zu halten und Bewusstseinsbildung zu fördern. Wissen über Mobbing(prävention) auf der Seite der Personalverantwortlichen und der Führungskräfte wie auf Seite der Personalvertretung und der MitarbeiterInnen ist deswegen ein wichtiger Schritt.

Strategien der Mobbingprävention festzulegen ist leicht und schwierig zugleich, denn eigentlich bedeutet Mobbingprävention u.a. gegenseitige Wertschätzung, offene Kommunikation, Transparenz, gute Führungsqualität, Ethik in der Dienststelle, Partizipation der MitarbeiterInnen. Ein gutes Arbeitsklima ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Mobbingprävention.

Die Abgrenzung zwischen für das Arbeitsleben typischen Konflikten und echtem Mobbing ist oft sehr schwer und muss anhand der Umstände des Einzelfalls erfolgen.

Aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers wird abgeleitet, dass dieser bei Kenntnis von einem Mobbingvorwurf verpflichtet ist, unverzüglich geeignete Abhilfemaßnahmen dagegen zu setzen. Tut er dies nicht, trifft ihn möglicherweise eine (umfassende) Schadenersatzpflicht. Ein Arbeitgeber kann und sollte bereits im Vorfeld gegen Mobbing vorgehen. Weiters ist es wichtig, Führungskräfte zu schulen und über ihre Pflichten aufzuklären.

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