20.04.2026

Starke Frauen, starke Zukunft!

Internationaler Frauentag 2026: Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls.

Dieser Beitrag stammt aus dem GÖD-Magazin 3/2026, von Mag.a Ursula Hafner, GÖD-Vors.-Stv. und Bereichsleiterin GÖD-Frauen.

Seit mehr als hundert Jahren machen Frauen am 8. März weltweit auf Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt aufmerksam und fordern gleiche Rechte und gleiche Chancen.
„Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls.“ – unter diesem Motto stand der Internationale Frauentag am 8. März 2026. Der Leitsatz macht klar: Es geht nicht nur um schöne Worte, sondern um einklagbare Rechte, wirksame Gerechtigkeit und konkrete Schritte, die das Leben von Frauen und Mädchen weltweit verbessern. Frauen sind häufiger in Teilzeit, tragen den Großteil unbezahlter Care-Arbeit und sind stärker von Armut und Altersarmut betroffen. Eine ausgewogenere Aufteilung von Betreuungspflichten ist notwendig, damit auch Frauen ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

Vorreiterrolle des Öffentlichen Dienstes
Bei der Vereinbarung von Familie und Beruf hat der Öffentliche Dienst eine Vorreiterrolle, trotzdem gibt es noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. Sehr erfreulich ist auch, dass im Öffentlichen Dienst bei gleicher Qualität und Quantität der Arbeit (Arbeitsplatzbeschreibungen sind für jeden einzelnen Arbeitsplatz vorhanden) alle Kolleginnen und Kollegen das gleiche Gehalt erhalten. Der Gender-Pay-Gap liegt nur mehr bei 7,2 Prozent. Der Frauenanteil bei Führungspositionen steigt im Öffentlichen Dienst ständig und beträgt derzeit 39,5 Prozent. Wir GÖD-Frauen setzen uns weiter intensiv dafür ein, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Aus Anlass des Internationalen Frauentages verschenkten wir im Wiener Bereich der Zentralleitungen als Symbol eine Rose an jede Kollegin. Wir erinnern damit an unsere Vorkämpferinnen: „Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann, weil ohne Mutter kein Mensch auf die Erde kommen kann. Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch, wollen wir mehr. Gebt uns das Brot, doch gebt die Rosen auch.“ (Aus dem Lied „Brot & Rosen“, 1912)

Wir sehen den Internationalen Frauentag als die Gelegenheit, stolz auf unsere Kompetenz, unsere Professionalität und unsere Beharrlichkeit zu sein – nicht als „Dankeschön-Tag“, sondern als Tag der Stärke. Der Internationale Frauentag ist die Erinnerung daran, dass Veränderung immer mit Frauen begonnen hat, die „zu laut“, „zu unbequem“ oder „zu fordernd“ waren. In dieser Tradition werden wir GÖD-Frauen uns weiterhin 365 Tage im Jahr für Gleichstellung einsetzen.