15.02.2018

GÖD-Justizwachegewerkschaft: Sicherheit darf nicht vor den Gefängnistoren enden

Chef der Justizwachegewerkschaft fordert mehr Personal

Wien (OTS) - Seit Jahren warnt die Justizwachegewerkschaft vor dem eklatanten Personalmangel in den Justizanstalten und fordert eine deutliche Personalaufstockung, damit die Sicherheit innerhalb der Haftanstalt gewährleistet werden kann. „Knapp 200 Planstellen sind derzeit unbesetzt“, so Albin Simma, Vorsitzender der Justizwachegewerkschaft. Die enorm wachsenden Anforderungen und die Überlastung der Justizwachebeamtinnen und -beamten sind alarmierend.

Simma appelliert einmal mehr an den für Personal zuständigen Vizekanzler und Bundesminister für Öffentlichen Dienst und Sport, Heinz-Christian Strache, die Justizwache, den zweiten Exekutivkörper der Republik Österreich, mit zusätzlichen Planstellen auszustatten: „Wenn die Bundesregierung für mehr Polizistinnen und Polizisten sorgt und damit mehr Straftaten aufgeklärt werden können, braucht es zwangsläufig auch mehr Justizwachebedienstete. “

Ähnlich wie bei der Polizei wird sich die Situation ohne konkrete Maßnahmen weiterhin verschärfen.  Denn auch auf die Justizwache rollt eine große Pensionierungswelle zu. Gerade im Hinblick auf die Altersstruktur braucht es eine unverzügliche Aufnahmeoffensive und mindestens 150 zusätzliche Ausbildungsplanstellen, die von einem umfassenden Sicherheitskonzept im Umgang mit Vollzugsstörern begleitet werden.

Außerdem habe sich die Insassenpopulation deutlich verändert. Immer mehr Insassen kommen aus anderen Kulturkreisen, womit erschwerte Umstände im Umgang mit Sprache und Verhalten gegeben sind. Dazu kommt die generell steigende Gewaltbereitschaft gegenüber Kolleginnen und Kollegen, die große Probleme verursacht. Bundesweit haben sich tätliche Angriffe gegen Stravollzugsbedienstete seit 2014 verdreifacht. „Ich richte daher erneut einen dringenden Appell an den für Personal zuständigen Bundesminister Strache, die Justizwache nicht im Stich zu lassen“, so Albin Simma abschließend. 

Rückfragen & Kontakt:

Albin Simma 
Vorsitzender Justizwachegewerkschaft 
Wickenburggasse 17/9, 1080 Wien 
Tel: 0676898917002

 

Schlagworte

Presse

Mehr zum Thema

Presse
22.09.2018

Aussagen von der Regierungsspitze setzen einen positiven Impuls für die anstehenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen. “Die hervorragende Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und die gute wirtschaftliche Situation sind überwiegend Ergebnis der Einsatzbereitschaft aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Bereichen", begrüßt Vors. Norbert Schnedl das Bekenntnis der Regierung zu guten Lohnabschlüssen.

Presse
04.07.2018

GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl sieht wichtigen Meilenstein in der beschlossenen Familienunterstützung

Posting Pflegekonzept
Presse
05.12.2018

„Dass die Menschen solange wie möglich in den eigenen vier Wänden betreut und auch gepflegt werden wollen, ist eine Tatsache und führt naturgemäß zu dem Schluss, dass es dafür geeignete sowie verbesserte Rahmenbedingungen braucht", Reinhard Waldhör.

Presse
30.06.2018

Arbeitszeitflexibilisierung und mehr Mitbestimmung müssen Hand in Hand gehen!

Posting Eckehard
Presse
07.12.2018

Die nun geschaffene Regelung für BeamtInnen besteht also darin, in erster Linie beamteten Frauen mit Kindern die Chance ein bisschen zu erhöhen, frühestens mit 62 Jahren mit Abschlägen in den Ruhestand zu treten, während alle anderen erwerbstätigen Frauen abschlagsfrei mit 60 Jahren in Pension gehen können.

Presse
17.05.2018

Ing. Andreas Mascher übernimmt Vorsitz von Judith Roth

Justizwache
News
24.01.2019

Faktum ist: Die Kolleginnen und Kollegen leisten eine qualitativ hochwertige Arbeit für den Strafvollzug und unsere Sicherheit!”, so Albin Simma

Presse
02.05.2018

Seit Jahren drängen sowohl die Justizwachegewerkschaft als auch die Personalvertretung den Gesetzgeber darauf, umgehend Maßnahmen zu setzen, um gewaltbereiten Vollzugsstörern restriktiv entgegentreten zu können.