26.01.2016

Das österreichische Pensionssystem ist gut aufgestellt und zukunftstauglich!

Eine faktenorientierte Diskussionsunterlage

Öffentliche Äußerungen von sogenannten „Pensionsexperten“ über die zukünftige „Unfinanzierbarkeit“ des Pensionssystems und daraus resultierender sofortiger Änderungsbedarf sind interessensgeleitet (Industriellenvereinigung, WKO, Agenda Austria (IV-nahe) etc.) bzw. einem oberflächlichen Zugang geschuldet. Die österreichische gesetzliche Pensionsversicherung ist umlagefinanziert. Die Pensionsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge – derzeit insgesamt 22,8% der Bruttolohnsumme, gedeckelt mit der Höchstbeitragsgrundlage) werden direkt zur Finanzierung der aktuellen Pensionszahlungen verwendet.  

Ein umlagefinanziertes System braucht – im Gegensatz zu einem kapitalgedeckten System – keine Vergangenheit, kein angespartes Kapital, das sich am Kapitalmarkt vermehrt oder auch vermindert hat.  

Durch die gesetzliche Definition der Pensionshöhe ist das System für die Versicherten berechenbar, und der verfassungsrechtlich verankerte Vertrauensschutz verhindert kurzfristige, tiefgreifende Veränderungen. Durch die Umlagefinanzierung ist die gesetzliche Pensionsversicherung – entgegen der vielen negativen Vorhersagen von sog. „Pensionsexperten“ – ein soziales Sicherungssystem mit sehr hoher Bestandskraft.  

Auch im internationalen Vergleich steht unser Pensionssystem gut da. Um einen sinnvollen Vergleich zu ermöglichen, werden die Gesamtkosten des Systems um Invaliditätspensionen sowie Hinterbliebenenpensionen bereinigt. Wir betrachten somit die Ausgaben für Alters- und Frühpensionen inklusive der Beamtenpensionen.

Schlagworte

Arbeitswelt

Mehr zum Thema

News
03.07.2017

Mit dem Beschluss des Nationalrates vom 29. Juni 2017 wurde einer jahrelangen Forderung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Rechnung getragen.

News-Archiv
09.05.2017

13.300 Wiener PflichtschullehrerInnen an 460 Standorten zeigen Geschlossenheit

Im Rahmen der Infomationsveranstaltung der Personalvertretung der Wiener PflichtschllehrerInnen am 27.4.2017 in der Wiener Stadthalle wurde vom Vorsitzenden Stephan Maresch und seinem Team eine Unterschriftenaktion zum Bildungsreformgesetz 2017 (Schulautonomiepaket) präsentiert. In dieser werden 7 Abänderungen des Gesetzesentwurfes für den Wiener Pflichtschulbereich gefordert.

News
20.03.2018

Rufbereitschaften wurden in Vergangenheit nicht immer zur Dienstzeit gerechnet. Zu Unrecht, wie aus der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in der Rechtssache C-518/15 in Bezug auf einen konkreten Einzelfall eines belgischen Feuerwehrmannes hervorgeht. Darin wurde nun geklärt wann Bereitschaftsdienste, mit der Verpflichtung einem Ruf des Arbeitgebers zum Einsatz innerhalb kurzer Zeit zu folgen, als „Arbeitszeit“ zu werten sind.

Leistungen

Mitglieder erhalten gratis Rechtsschutz und Rechtsauskunft zu Angelegenheiten des Arbeitsrechts und in gewerkschaftlichen bzw. betriebsrätlichen Funktionen.

News
29.06.2017

"Gute Pflege für Alle" – Demo hat klare Ergebnisse gebracht

News-Archiv
11.08.2015

Geplante Personalreduktion sorgt für Unmut - Kritik auch an Aushungern des Bundesheeres

Die von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) geplante Reform des Ministeriums hat bei der Personalvertretung für Unmut gesorgt.

News
12.07.2018

Wer kennt es nicht: Im alltäglichen Chaos zwischen Arbeit, Chef, Kolleginnen und Kollegen lässt Arbeitsdruck oftmals keine Mittagspause zu. Kurz vor der Mittagszeit erhält man einen wichtigen Auftrag, der die sofortige Erledigung erfordert und die Pause verkürzt. Es bleibt dadurch wenig Zeit, um die eigenen Batterien wieder aufzuladen. In der einen Hand das belegte Brot, in der anderen das Smartphone, um E-Mails zu beantworten. Arbeitszeit und Arbeitsdichte stimmen nicht immer überein.