06.05.2015

Ohne Quoten keine Chancengleichheit

Quotenregelungen – selten wird ein Thema so emotional diskutiert wie dieses. Besonders dann, wenn es sich um „Frauenquoten“ handelt. Erstaunlicherweise führen Quoten, deren Basis die Zugehörigkeit zu einem Land, zu einer Berufsgruppe, zu Organisationen etc. zu keiner Aufregung und werden als sinnvolles Regulativ angesehen. Niemand würde in solch einem Fall den Zusammenhang mit dem Innehaben eines derartigen Quotenplatzes und der Qualifikation der betroffenen Person herstellen. Nicht so bei Frauen auf Quotenplätzen. Hier ist dieser Zusammenhang leicht hergestellt und wird vielleicht auch manchmal ganz bewusst genützt. Das ist mehr als bedauerlich. Natürlich wäre es viel besser, wir würden keine Quotenregelungen benötigen und allein die Fähigkeiten und Qualifikationen der Frauen würden reichen, um ihnen den Zugang zu Funktionen und in Gremien zu eröffnen. Die Realität sieht, wie wir alle wissen, ganz anders aus. Wenn man sich zu Chancengleichheit bekennt, dann ist der Einsatz einer wirksamen Quotenregelung derzeit leider der einzige Weg, um diese zu erreichen.

 

Erschienen im GÖD-Magazin 3/15.

Schlagworte

Frauen

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