01.11.2019

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht“

Text: Monika Gabriel: GÖD-Vorsitzender-Stellvertreterin
und Bereichsleiterin der GÖD-Frauen

 

Als GÖD-Vorsitzender-Stellvertreterin und GÖD-Frauenvorsitzende freut es mich, dass bei dieser BundesPersonalvertretungswahl insgesamt – aus meinem Blickwinkel – mehr Frauen kandidieren als im Jahr 2014. An dieser Stelle danke ich unseren Männern in der Personalvertretung und in der Gewerkschaft dafür, dass nun doch zum großen Teil – und dies ohne festgeschriebene Quotenregelung – Vernunft, Verständnis, Gleichwertigkeit und ein gewisses Maß an Balance bei der Erstellung der Wahlvorschläge vorgenommen wurde. Vor allem auf der Ebene der Fachausschüsse und zum Teil auch auf der Ebene der Zentralausschüsse kandidieren PV-Teams, die von sehr kompetenten und erfahrenen Frauen als Listenerste geführt werden. Ich denke, dass Frauen eine etwas andere „Sicht“, eine andere Form der Kommunikation und möglicherweise neue Handlungsweisen für die Personalvertretungsarbeit bieten. Der „Nutzen“ für die zu vertretenden Kolleginnen und Kollegen des jeweiligen Bereiches wird da oder dort anders spür- und erlebbar werden. Auch in meiner Biografie findet sich eine zwanzigjährige Personalvertretungstätigkeit auf der Fachausschussund Zentralausschussebene sowie eine zehnjährige Erfahrung als Vorsitzende der Bundesvertretung Unterrichtsverwaltung. Daher ist mir sehr bewusst, dass PV- und Gewerkschaftsarbeit stets Teamarbeit mit vielen KollegInnen und unterschiedlichen Herausforderungen mit vielen inhaltsreichen Diskussionen bedeutet. Tatsache ist aber ebenso, dass stets versucht werden sollte, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, um einen Kompromiss – bestenfalls einen Konsens – zu erreichen, egal ob in Einzelpersonalangelegenheiten oder in Angelegenheiten für eine Berufsgruppe, wenn es zum Beispiel um eine „MusterArbeitsplatzbeschreibung“ geht. Respekt und gegenseitige Wertschätzung, die Meinung des anderen gelten lassen und doch versuchen, eine möglichst gemeinsame Meinung im Gremium herbeizuführen – das ist manchmal ein verbaler „Drahtseilakt“ auf höchstem Niveau. Dennoch ist es wichtig, Gestaltungsmöglichkeit, Macht und Einfluss zur Mitgestaltung des erwerbstätigen Berufslebens stets möglichst für viele im Auge zu behalten bzw. Verbesserungsmöglichkeiten zu fordern und mit Hartnäckigkeit voranzutreiben. Partnerschaftlichkeit auch innerhalb der Personalvertretungs- oder Gewerkschaftsorgane wird bereits in vielen Bereichen gut er- und gelebt. Da oder dort ist trotzdem noch ein wenig „Luft nach oben“. Vielleicht dem einen oder anderen „ins Stammbuch geschrieben“: „Verantwortung und Macht sind teilbar“ und bewirkt nach außen und nach innen noch mehr Stärke und Gemeinsamkeit. In diesem Sinne wünsche ich allen unseren Kandidatinnen und Kandidaten beste Wahlerfolge, denn wir GewerkschafterInnen sind der Garant für gelebte Stabilität, Verantwortung und Solidarität!

 

Erschienen im GÖD-Magazin 8/19.

Schlagworte

Frauen

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