24.01.2018

Kimberger/Weiß: Faßmanns Konzept der Deutschförderklassen grundvernünftig

Kampfrhetorik hilft keinem einzigen Schüler

Wien (OTS) - Paul Kimberger, Vorsitzender der APS-Gewerkschaft und der ARGE Lehrer/innen in der GÖD, und Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD, begrüßen die gestern von Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierten Pläne zur Sprachförderung.

Paul Kimberger wörtlich: „Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen. BM Faßmann zeigt gleich zu Beginn seiner Amtszeit Realitätssinn und Verständnis für pädagogische Notwendigkeiten.“

Herbert Weiß findet ebenfalls anerkennende Worte für die Pläne des Bildungsministers: „Das so dringend nötige Förderkonzept für Kinder mit Sprachdefiziten wird endlich dem gerecht, was die Lehrerinnen und Lehrer seit Jahren fordern, nämlich einen vernünftigen Mix aus sozialer Integration und sinnvoller Differenzierung.“

Kimberger ergänzt: „Innere Differenzierung wird besonders an den Pflichtschulen seit vielen Jahren mit größtem Engagement praktiziert, sie stößt aber angesichts des stetig wachsenden Anteils an Schülern mit unzureichenden Sprachkenntnissen längst an die Grenzen des pädagogisch Machbaren.“

Weiß verweist auf Sprachtrainingsprogramme, die in skandinavischen Staaten längst laufen und auch von der OECD ausdrücklich gelobt werden: „BM Faßmanns Initiative zeigt, was bildungspolitisch möglich ist, wenn die Sicht auf die wahren Probleme der pädagogischen Praxis nicht durch ideologische Scheuklappen verengt wird!“

„Manche haben offensichtlich noch immer nicht realisiert, dass viele bildungspolitische Maßnahmen der letzten Jahre nicht die gewünschten Ergebnisse für die Betroffenen gebracht haben. Wer jetzt mit kampfrhetorischen Vokabeln wie „Ghettoklassen“ politisches Kleingeld machen möchte, handelt nicht nur unverantwortlich, sondern verkennt auch die schwierige Situation an vielen Schulen“, so Kimberger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Paul Kimberger, Vorsitzender der APS-Gewerkschaft und der ARGE Lehrer/innen in der GÖD 
0664 4454295 
paul.kimberger@goed.at 

Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD 
0650 4001245 
herbert.weiss@goed.at

Schlagworte

Presse

Mehr zum Thema

Presse
26.04.2018

Eine Versachlichung der Diskussion rund um die Sozialversicherungsträger ist unbedingt notwendig

GÖD-Justizgewerkschaft
News
04.02.2019

Vorsitzender der OÖ-Justizgewerkschaft Werner Gschwandtner fordert die Bundesregierung auf, mehr Personal sowie Budget bereitzustellen, um den Dienstbetrieb geordnet weiterführen zu können.

Presse
22.03.2018

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ist mit 247.273 Gewerkschaftsmitgliedern stärker denn je!

Presse
08.03.2018

Der Vorsitzende der GÖD-Justizwachegewerkschaft Albin Simma zeigt sich zuversichtlich, dass das heutige Arbeitstreffen mit dem Bundesminister für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz, Dr. Josef Moser, einen wesentlichen Schritt zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen gebracht hat.

Presse
15.02.2018

Chef der Justizwachegewerkschaft fordert mehr Personal

Presse
02.02.2018

Nie zuvor gab es derart häufig gewaltsame Angriffe auf Strafvollzugsbedienstete wie im vergangenen Jahr. Nun wurde erneut ein Justizwachebeamter bei einem handgreiflichen Angriff eines Insassen verletzt, diesmal in der Justizanstalt Graz-Jakomini.

Presse
30.01.2018

Schutzmaßnahmen müssen ausgebaut werden. Ein Bundesbediensteten-Hilfeleistungsgesetz ist zu schaffen!