02.11.2015

50 Jahre und kein bisschen leise

Text: Theresia Poleschovsky, GÖD-Landesfrauenvorsitzende OÖ

 

Das haben die Frauen in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst in Oberösterreich unlängst mit zahlreichen Gästen und Ehrengästen, unter ihnen der Landesvorsitzende der GÖD OÖ, LAbg. Dr. Peter Csar, gefeiert. Nicht fehlen durften jene Frauen, die damals den Grundstein für heute so selbstverständlich scheinende Verbesserungen für Frauen im Öffentlichen Dienst gelegt haben. Die ehemaligen Vorsitzenden der GÖD-Frauen OÖ, Bundesratspräsidentin a.D. Ute Barbara Pühringer und Inge Hager schilderten die Entstehungsgeschichte und erzählten, dass es in der damaligen Zeit nicht ganz einfach war, als Funktionärin akzeptiert zu werden. Dank des enormen Einsatzes der Vorgängerinnen sind viele spürbare Verbesserungen für Frauen erreicht worden, die heute für beide Geschlechter unverzichtbar sind. Die neuen Herausforderungen, die unweigerlich auf den Öffentlichen Dienst zukommen, können nur gemeinsam und gleichberechtigt mit viel gebündelter Energie bewältigt werden. Gemeinsam und gleichberechtigt, das sind zwei Begriffe die Dr. Peter Csar sehr wichtig sind und die in der GÖD OÖ auch mit Leben erfüllt werden. Die KollegInnen des Öffentlichen Dienstes sind fast rund um die Uhr für die BürgerInnen unseres Landes im Einsatz. Hier heißt es die Kräfte bündeln und gemeinsam mehr erreichen. Dr. Peter Csar unterstrich die Bedeutung der Frauen in der GÖD: „Stellvertretend für alle Frauen bedanke ich mich bei der Vorsitzenden Theresia Poleschovsky für die gute Arbeit.“ Dass das Erreichte „nie in Stein gemeißelt ist“, zeigte die jüngste Entscheidung der Oberösterreichischen Landesregierung. Diese negative Signalwirkung muss uns Frauen jetzt motivieren. Wir sollten uns künftig noch mehr auf das konzentrieren, was für Frauen in ihrer Lebensplanung, in ihrer Berufslaufbahn und Karriereplanung tatsächlich spürbar und erlebbar ist. Passend zur „politischen Jahreszeit“ in Oberösterreich folgte ein interessanter Vortrag zum Thema „Fehldiagnose Frau“. Dr.in Anna Maria Dieplinger und Dr. Sahba Enayati schilderten sehr humorvoll, dass der vermeintlich kleine Unterschied zwischen Mann und Frau so klein gar nicht ist. Die Unterschiede in Körperbau und Physiologie sind altbekannt. Trotzdem bekommen Frauen Medikamente verordnet, deren angemessene Dosis niemals für ihr Geschlecht festgestellt wurde – das dürfte nicht sein! Der Vortrag von Dieplinger und Enayati gab auf die Frage „Sind die Verhaltensmuster zwischen Mann und Frau wirklich so unterschiedlich?“ recht gute Antworten.

 

Erschienen im GÖD-Magazin 08/15

Schlagworte

Frauen

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