02.05.2014

Der kleine Unterschied

Text: Sandra Strohmaier, MBA MSc, Vorsitzende des ZA beim BMWFW für die Bediensteten, Verwaltungsbereich WF, den nachgeordneten Dienststellen und an den Ämtern der Universitäten.

 

Obwohl wir alle dieselbe Sprache sprechen, haben Frauen und Männer unterschiedliche Kommunikationsstile. Die Sprache der Frauen ist oftmals eine sehr persönliche und emotionale, die Nähe vermitteln und Distanzen überwinden will – wir sprechen auf der „Beziehungsebene“. Hingegen kann die rationale Sprache der Männer oft als unnahbar und auf Distanz gehend verstanden werden – sie sprechen auf der „Sachebene“. Nehmen wir hier Bezug auf die GfK-Studie und die geäußerten Partnerwünsche: Haben wir unsere Wünsche ausgesprochen oder waren sie nur in unserem Kopf?

Sind wir davon ausgegangen, dass unser Gegenüber diese ohnedies kennt? Hier sind wir gefordert, miteinander zu reden, und hier beginnt die Schwierigkeit. Wir sind unsere Sprachstile einfach schon so lange gewöhnt – hier gilt es, den Kopf auszuräumen, alte Rollenbilder und Denkmuster zu entfernen, neu zu denken, genau hinzuschauen und in kurzen, präzisen, positiv formulierten Sätzen unserem Gegenüber unsere Wünsche für eine partnerschaftliche Gleichberechtigung mitzuteilen. Wir wissen, dass Sprache nicht angeboren, sondern erlernt, anerzogen und somit veränderbar ist.

 

Erschienen im GÖD-Magazin 5/14.

Schlagworte

Frauen

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