26.09.2021

Die 3 Gs: Gut, Genau, Gemeinsam

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 arbeiten an Österreichs Grenzen Polizei, Bundesheer und Gesundheitsbehörden hinsichtlich COVID-19-Kontrollen zusammen. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei auch die Kontrolltätigkeit des Zolls und der Einsatz des Straßenerhaltungsdienstes. „GÖD aktuell“ war am Grenzübergang Spielfeld in der Hauptreisezeit vor Ort.

 

VON MAG.a LAURA ARI

Ein stechendes Gefühl beim Einatmen, der Kopf dröhnt, Schweiß rinnt den Rücken hinab, bleierne Müdigkeit breitet sich aus. Doch nicht etwa …? Nein, nur im übertragenen Sinn. In brütender Hitze, umgeben von Lärm und Abgasen der tausenden LKWs, PKWs und Reisebusse steht der junge Soldat Karym Lysiakov am Rande der Fahrspur am Grenzübergang Spielfeld und kontrolliert die „3 Gs“. Nur Geimpften, Getesteten oder Genesenen aus Staaten mit geringer epidemiologischer Gefahr wird eine Einreise nach Österreich ohne folgende Quarantäne gestattet1. Der Grundwehrdiener ist einer von vielen Soldaten des Österreichischen Bundesheeres, die Einreisekontrollen im Rahmen des Assistenzeinsatzes COVID-19 durchführen. Neben Grundwehrdienern, die sich zu einem folgenden freiwilligen dreimonatigen Einsatz melden, sind Milizsoldaten im Assistenzeinsatz tätig. Im Jahr 2020 wurde erstmals in der Geschichte des Österreichischen Bundesheeres die Miliz teilmobil gemacht, um die Kapazitäten zu erweitern2.

„Zwölf Stunden sind wir auf der A9, danach folgen 12 Stunden Bereitschaft, in denen die Kameraden meist auch eingesetzt werden, erst danach folgen zwölf Stunden Ruhezeit“, erklärt der 26-jährige Kompaniekommandant der eingesetzten Kräfte an der steirischen Grenze, Oberleutnant Cuno Noe-Nordberg, im Interview mit „GÖD aktuell“. Der Milizoffizier, der neben seiner militärischen Ausbildung ein Jus-Studium absolvierte, meldete sich freiwillig zum Assistenzeinsatz in der Steiermark. „An Spitzentagen passieren 25.000 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden den Grenzübergang Spielfeld von Slowenien nach Österreich. Im Durchschnitt wird eine Kontrolle von drei Personen pro Fahrzeug gerechnet“, weiß Chefinspektor Roland Frühwirth, erster Stellvertreter der Kommandantin3 der Polizeiinspektion Spielfeld-FGP (Fremden- und Grenzpolizei). Er kennt den Grenzübergang mit all seinen Entwicklungen und Veränderungen – bereits seit 1991 ist er an der Grenze Spielfeld tätig. Aktuell umfasst die Mannschaft der Polizeiinspektion mehr als 100 ExekutivbeamtInnen, knapp 30 mehr als vor Beginn der Pandemie.

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