19.12.2017

Koalition - GÖD- Schnedl kritisiert Straches Beamten-Einsparungspläne

GÖD-Vorsitzender: "Schon seit vielen Jahren restriktive Aufnahmepolitik" - Hunderte Leiharbeiter "teuerste Variante" - Aufgabenreform und neues Dienstrecht sinnvoll

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) kritisiert die Ankündigung des in der neuen Regierung für die Beamten zuständigen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ), nur jede zweite bis dritte freiwerdende Stelle im öffentlichen Dienst nachbesetzen zu wollen. "Es gibt schon seit vielen Jahren eine restriktive Aufnahmepolitik", sagte GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl im Gespräch mit der APA. Diese habe dazu geführt, dass in den Ministerien derzeit hunderte Leiharbeitskräfte beschäftigt sind, weil sonst die Arbeit nicht mehr bewältigt werden könnte. Und das sei "die teuerste Variante", betonte Schnedl. Tatsächlich wurde bereits 2012 ein Aufnahmestopp erlassen, der 2015 gelockert wurde, seither wird nur jede zweite frei werdende Stelle nachbesetzt. Allerdings gab es zuletzt zahlreiche Ausnahmen - etwa für die Exekutive, die Justiz, die Schulen oder die Arbeitsinspektionen und die operative Finanzverwaltung. Deshalb ist die Zahl der Bundesbediensteten zuletzt auch nicht weiter gesunken. Als "sinnvolle Maßnahme" bezeichnete Schnedl die im Regierungsprogramm vorgesehene umfassende Aufgabenreform. Seiner Auffassung nach sollte man allerdings zuerst die notwendigen Aufgaben festlegen und dann erst über den dafür notwendigen Personalbedarf reden. Schon vorher mit dem Rasenmäher drüber zu fahren, wäre nicht zielführend. Positiv findet der GÖD-Vorsitzende dass die Regierung angekündigt hat, 2.100 Polizisten zusätzlich einstellen zu wollen. Auch im Justizbereich soll es mehr Personal geben. Schnedl erinnert die Regierung auch daran, dass die geburtenstarken Jahrgänge jetzt ins Pensionsalter kommen und eine "Pensionierungswelle" bevorsteht. Die Regierung sei auch verantwortlich dafür, dass der Rechtsstaat nicht ausgehöhlt werde und Gesetze vollzogen werden können. Positiv findet der GÖD-Vorsitzende auch, dass in diesem Regierungsprogramm wieder ein neues einheitliches Dienstrecht für Beamte und Vertragsbedienstete angekündigt wird. Er sei deshalb optimistisch, dass es diesmal auch umgesetzt wird, weil eine große Pensionierungswelle bevorsteht und man sich auf dem Arbeitsmarkt um die besten Köpfe bewerben müsse. Das gehe nur mit guten Rahmenbedingungen. APA0196 2017-12-19/11:42, 191142 Dez 17

Mehr zum Thema

Posting Ehrenamt
News
05.12.2018

Vors. Norbert Schnedl spricht seinen Dank aus.

News
23.01.2018

BM Faßmann agiert nach der Devise „Wer schnell hilft, hilft doppelt“

GÖDTV

"Unsere Arbeit trägt zur öffentlichen Sicherheit unserer Republik bei und darum steht uns eine Abgeltung der Inflationsrate und ein Anteil am Wirtschaftswachstum zu", fordert ein Justizwachebeamter!

News
26.02.2018

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst empfing vergangene Woche eine Delegation aus Schweden, bestehend aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des „Central Government Social Partners´ Council“.

Grafik Gehaltsabschluss
News
21.11.2018

Details zur dritten Gehaltsrunde!

News
01.06.2017

Fritz Neugebauer gedenkt Alois Mock

GÖDTV

Lehrerinnen und Lehrer legen die Grundlagen für das weitere Leben unserer Kinder und Jugendlichen.

Auch ihnen steht ein nachhaltiger Anteil am Wirtschaftswachstum und die Abgeltung der Inflationsrate zu.

News
14.02.2018

Am Mittwoch, dem 14. Februar 2018, empfingen Vorsitzender Norbert Schnedl, Vorsitzender-Stellvertreterin Romana Deckenbacher und Paul Kimberger, Vorsitzender der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und -lehrer, eine Delegation des japansichen Vereins „Hokkaido Teachers Union (Hokkyoso)“.