13.08.2019

Verwaltung – dynamisch erlebt

Text: Monika Gabriel: GÖD-Vorsitzender-Stellvertreterin
und Bereichsleiterin der GÖD-Frauen

 

Wir leben in einer unglaublich schnelllebigen Zeit. Auch die Kommunikation, das Miteinanderreden, erfolgt schnell und oft sehr verkürzt. SMS, WhatsApp, Twitter und Facebook bieten uns die Möglichkeit, mit vielen Menschen „befreundet“ zu sein und sich via Kurznachrichten auszutauschen. Wer heute noch miteinander telefoniert und sich dabei ernsthaft austauscht, ist fast schon „retro“. Persönliche Begegnungen mit echten Gesprächsinhalten und ehrlichem Meinungsaustausch sowie der Eventualität, sich gegenseitig zu verstehen, sind selten geworden. Kaum jemand bemüht sich, die Meinung des Gegenübers anzuerkennen und auch bei Gegensätzlichkeit einen vielleicht kleinen, aber doch gemeinsamen Nenner zu finden. Ähnlich verhält es sich mit der permanent vorangetriebenen Modernisierung der „Verwaltung“. Vom handoder maschinschriftlichen Karteikartensystem für z.B. Personalakte über PIS (oder anders lautende Personalinformationssysteme) bis zum nahezu „einheitlichen“ PM-SAP-System im Bundesdienst reicht die Palette der Neuerungen. In grauer Urzeit – voriges Jahrtausend, etwa 1975 – waren in der mittleren Verwaltungsebene überwiegend Frauen als Schreibkräfte und Sekretärinnen anzutreffen. Stenografie und Schreibmaschinenkenntnisse samt Schnelligkeit und perfekter Rechtschreibung waren Voraussetzung. Das „Blindschreiben im Zehn-Finger-System“ detto. Trotzdem wurde ein Brief nach Ausbesserungsarbeiten oft mehrmals umgeschrieben, solange, bis der Brief/Text/Akt wirklich perfekt war. Kaum jemanden störte es, dass so mancher Brief/Text/Akt einige Tage dauerte, bis er weiter expediert werden konnte. Auch das gehörte zum Berufs

 

Erschienen im GÖD-Magazin 7/19.

Schlagworte

Frauen

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